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  • Rolando Schutzbach

La Gomera - ein Bewusstseinspilz

Es ist wunderbar hier! Die Sonne scheint fast ständig mit sommerlichen Temperaturen, und auch am Abend können wir noch ohne weiteres draussen sitzen.

Wir sind am 14. 1. 2020 im legendären „Valle Gran Rey“ gelandet und haben uns sofort wohl gefühlt. Kein Massentourismus, sondern ziemlich individuelle Seelen aus vielen Ländern, oft mit deutschsprachigem Flair, geben sich ein Stelldichein. Die Gomera-Bewohner sind offen, und wir haben bei einer Party mit Live-Musik schon lustig mit ihnen getanzt.

Es gibt hier so eine Art Community, und das gefällt uns. Zwei herausragende Phänomene: Die Zeitschrift „Der Valle-Bote“ (www.vallebote.de), und der Club 432 hertz.

Den Valle-Boten gibt es schon seit Jahrzehnten. Er zeichnet sich durch einen „abgedrehten“ Stil aus, humorvoll, jajaja, spricht von Trotteltouristen, hahaha, die es ja hier angeblich nicht gibt.

Alles ist klein hier, die Insider kennen sich und feiern miteinander.

Vor 10 Jahren, 2010, habe ich auf unserer ersten Indien-Reise in Goa mit einem inspirierten Freund den Ausdruck „Consciousness Mushroom“ geprägt – Bewusstseins-Pilz. Vieles deutet darauf hin, dass wir es hier wieder mal mit so einem Pilz zu tun haben – man könnte auch von einem „inspiriertes Feld“ sprechen. Jedenfalls gibt der Valle-Bote tüchtig Gas in dieser Richtung. Ich habe mit der Redaktion Kontakt aufgenommen und mein Buch „Inspiriertes Älterwerden“ angeboten. Möglicherweise laden wir bald zu einem Gesprächskreis zu diesem Thema ein, dann hätten unsere Altersgenossen sicher noch mehr zu lachen.

Im Valle-Boten habe ich auch einen Artikel über einen Mann namens Martin gelesen, der vor vielen Jahren mit einem Esel Zementsäcke transportierte. Später betrieb er 16 Jahre lang eine Esels-Farm auf La Palma, die von Mönchen des Dalai Lama besucht wurde und zu einem spirituelle Zentrum erblühte.

Kürzlich kehrte er ins Valle zurück und gründete einen Club in einer ehemaligen Diskothek. Dort tummeln sich bunte Mitglieder zu Organic Dance, Open Stage und mehr. Wir wurden eingeladen und waren schon zwei Mal dort. Man trinkt keinen Alkohol, und alles funktioniert auf Spendenbasis. Gitarren, Mikrophone, Anlage – dies und mehr ist vorhanden.

Wir gaben unseren Einstand beim Open Stage mit einigen unserer Vollmond-Lieder, und unser poetisches spanisches Lied „Hay que lindo“ wurde gut und mitsingend aufgenommen.

Soweit ich weiss, funktioniert der Club 432 nur über WhatsApp. Es sind ca. 70 Mitglieder, und nur die fünf Administratoren können posten. Das ist sehr angenehm! So erfahren wir das Wesentliche – heute mit einem Wochenprogramm, bei dem an allen Abenden ausser Dienstag was Spannendes läuft – von Yoga und Jam-Session zu Frauenkreisen und Ecstatic Dance.

Hier zum Mitsingen unser spanisches Lied im Club mit folgendem Text:

Hay que lindo, que lindo es

Sin pensar recibir 

Hasta entiendo del amor

que’es el nectar de vivir

O wie schön, wie schön ist es

zu empfangen, ohne zu denken,

bis ich verstehe, dass die Liebe

der Nektar des Lebens ist.




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